Basketball Bundesliga: Hamburg Towers überraschen Alba Berlin am Saisonstart

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Basketball Bundesliga: Hamburg Towers überraschen Alba Berlin am Saisonstart

Die neue Saison der Basketball Bundesliga ist eröffnet und bereits am ersten Spieltag gibt es eine Überraschung allererster Güte. Die Hamburg Towers, Neuling in der höchsten deutschen Spielklasse, haben den amtierenden Meister Alba Berlin mit 93:87 besiegt. Die Hansestädter, die in der vergangenen Saison noch in der zweiten Liga spielten, haben sich damit gleich zu Beginn des Jahres einen Achtungserfolg gesichert. Die favorisierten Berliner, die in den vergangenen Jahren dominierend in der Liga waren, mussten sich in der Sporthalle Hamburg geschlagen geben. Die Frage nach der Titelverteidigung stellt sich damit bereits nach dem ersten Spieltag.

Überraschender Start: Hamburg Towers bezwingen Alba Berlin mit 97:80

Schon in der durchwachsenen Vorbereitung hatte Alba-Trainer Israel Gonzalez in Berlin Alarm geschlagen: „Wir haben nicht so trainiert und uns entwickelt, wie wir es geplant hatten. Wir sind nicht da, wo wir sein sollten.”

Gleich im ersten Spiel der neuen Saison in der Easycredit Basketball Bundesliga ist deutlich zu sehen, was er meint. Die angeschlagene Vize-Meister verliert überraschend, aber verdient bei den Veolia Towers Hamburg mit 80:97 (44:48).

Schon im ersten Testspiel hatte Alba gegen die Hamburger mit 74:81 verloren. Doch diesmal tat es viel mehr weh.

Fehlstart für Alba – Traum-Start für die Türme!

Fehlstart für Alba – Traum-Start für die Türme!

„Das ist natürlich sehr bitter, aber das haben wir uns selbst zuzuschreiben“, sagte Co-Kapitän Jonas Mattisseck mit einer blutigen Augenbraue. „Wir waren körperlich überhaupt nicht bereit für einen Fight. Wenn du mit zehn gesunden Leuten nach Hamburg fährst, ist es natürlich umso härter.”

„Waren überhaupt nicht bereit“: Alba-Profi spricht nach Fehlstart Klartext

Die Berliner Euroleague-Truppe musste beim Auftakt in Hamburg auf Tim Schneider (27/Augen-OP), Ex-Tower Ziga Samar (23/Achillessehne), Gabriele Procida (22), Malte Delow (23) und Matt Thomas (30/Knie) verzichten. Die Hausherren waren dagegen bis auf Jan Niklas Wimberg (28/Beinbruch) komplett.

133 Tage nach dem letzten Pflichtspiel im ausverkauften Inselpark waren die 3400 Fans wieder heiß auf Basketball. Der Nebel der überarbeiteten Einlauf-Show waberte noch unter dem Hallen-Dach, da zündete die Energie von den Rängen auch auf dem Feld.

Die Türme legten los wie aufgedreht, verteidigten stark, passten auf den Ball auf – und führten mit 21:10 (9.). Sogar trotz schlechter Wurf-Quoten.

Im zweiten Viertel mussten die Hamburger das mörderische Tempo drosseln, Alba machte ein paar Anpassungen – und ging in der 15. Minute vor den Augen des neuen Bundestrainers Alex Mumbru zum ersten Mal in Führung (31:30).

Nach der Pause wechselten sich Läufe der Kontrahenten ab. Mit dem Stand von 70:69 für die Towers geht es in die letzten zehn Minuten. Da erwischen die Towers erneut den besseren Start. Nach nur 55 Sekunden ist Gonzalez gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen (76:69).

„Beruhigt euch“, ist die Ansage. Doch das klappt nicht! Sein Team leistet sich insgesamt 20 Ball-Verluste!

Die Türme legen einen 11:0-Lauf hin und führen mit 79:69. Alba völlig verunsichert. Die Towers mit breiter Brust. Spätestens nach den zwei verwandelten Freiwürfen von Jordan Barnett zum 88:72 (36.) ist das die Überraschung perfekt.

Die Gastgeber gewinnen das Schluss-Viertel mit 27:11 und zeigen eine Trotz-Reaktion auf die bittere Pokal-Niederlage in Heidelberg (89:96).

Angeführt von Top-Scorer Brae Ivey (28), der mit 22 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists sein bestes BBL-Spiel macht.

Unter den Körben dominierte zudem Block-Monster Kur Kuath (26/2,08 Meter) gegen Alba-Gigant Khalifa Koumadje (28/2,21 Meter).

„Als Profi habe ich noch nie gegen so einen großen Spieler gespielt. Es war eine gute Erfahrung. Ich nehme das zum Lernen. Ich muss meine Vorteile gegen ihn nutzen. Und ich fürchte keinen anderen Menschen, nur Gott. Jeder blutet, wie ich blute.”

Towers-Trainer Benka Barloschky: „Wir haben mit sehr, sehr viel Disziplin gespielt. Im dritten Viertel hatten wir eine Phase, wo wir zu hektisch geworden sind und Dinge ausprobiert haben, die wir so nicht besprochen hatten, aber haben im vierten Viertel auf beeindruckende Art und Weise den Faden wieder aufgenommen und haben extrem hart verteidigt. Die Stimmung war überragend, im vierten Viertel ist fast das Dach weggeflogen.”

Für die Towers geht's Dienstag (19.30 Uhr, Magenta Sport) zum Auftakt der neuen EuroCup-Saison gegen Bourg-en-Bresse/Frankreich weiter.

Kerstin Schmitz

Ich bin Kerstin, der Experte von der Webseite Fussball. Als Autor für nationale und internationale Sportnachrichten liefere ich Ihnen die neuesten Informationen mit strenger Objektivität. Mit meiner Leidenschaft für Fußball und meinem Fachwissen halte ich Sie stets auf dem Laufenden über alles, was in der Welt des Sports passiert. Bleiben Sie informiert und vertrauen Sie auf meine fundierten Analysen und Berichte.

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